Multivibrator mit der Röhre ECC 81

Beim Empfängerbau erweisen sich eine Tonfrequenz- und eine Hochfrequenzquelle als sehr nützlich. Für unsere Zwecke ist der Multivibrator wegen des einfachen und billigen Aufbaues besonders praktisch.
Die nachfolgend vorgestellte Multivibrator-Schaltung mit der Röhre ECC 81 verzichtet auf Schwingkreise und verwendet Kondensatoren und Widerstände als frequenzbestimmende Glieder.


Die Schwingungen sind nicht sinusförmig, sondern sehr oberwellreich. Bemißt man C 1, C 2 und R 1, R 2 so, daß die Grundrequenz in den Tonfrequenzbereich fällt, so entstehen Oberwellen bis etwa 20 MHz. Jede Oberwelle ist gewissermaßen mit der Grundfrequenz moduliert. Im Empfangsgerät können wir daher ein gleichmäßiges Senderspektrum aufnehmen. Es eignet sich für die Überprüfung von AM-Empfängern im Hf- und Tonfrequenzteil und auch für den Abgleich von Geradeausempfängern.
Bei den im Schaltbild angegebenen Widerstands- und Kondensatorwerten erhalten wir eine Grundfrequenz von etwa 600 Hz. Der Außenwiderstand des zweiten Triodensystemes ist veränderlich (P 1, 5 kW) und arbeitet als Lautstärkeregler.
Im Netzteil mit dem Kleintransformator N 20/1 von Engel (1 x 250 V, 15 mV und 6,3 V, 0,8 A) dient ein Einweg-Selengleichrichter zur Gleichrichtung. Die Anodenstromsiebkette besteht aus dem Doppel-Elektrolytkondensator 2 x 8 F (C 4, C 5), und dem Siebwiderstand R 4.
Das folgende Bild zeigt die praktische Bauform des Multivibrators.


Das Chassis fertigen wir aus Aluplatte 140 x 120 x 1 mm, deren Seitenteile wir gemäß dem folgenden Bild so abbiegen, daß eine Montageplatte von 120 x 90 mm zur Verfügung steht. Auf dieser sind Netztransformator, Selengleichrichter, Doppelelektrolytkondensator und Röhre ECC 81 befestigt.


An der Vorderseite ist die Doppelbüchse B herausgeführt. Potentiometer P 1 mit Skala, Netzschalter und Skalenlämpchen befinden sich an der Frontplatte. Diese wird aus einem 120 x 90 mm großen Alublech gefertigt und an den beiden Längsseiten jeweils um 10 mm abgebogen. Die entstehenden schmalen Blechstreifen dienen zur Frontplattenbefestigung auf dem Montagechassis und zur Verschraubung mit dem Gehäuse.


Unterhalb der Montageplatte ist eine Hartpapierplatte (110 x 65 x 1 mm) mit vier Nietlötösen für die Befestigung der Kondensatoren, Widerstände und der Sicherung eingebaut. Die folgende Skizze zeigt Einzelheiten der Verdrahtung .


Diesen kleinen Multivibrator sollte sich jeder bauen, der öfters mit der Konstruktion verschiedener Geräte beschäftigt ist. An den Ausgangsbuchsen B 1 kann z. B. eine Tonfrequenz für die Prüfung von Verstärkern, Lautsprechern, Leitungen usw. entnommen werden.
Das Frequenzgemisch liefert aber auch Hochfrequenz. Führt man diese der Antennenbuchse eines Rundfunkempfängers zu, so arbeitet der Multivibrator als Prüfsender.

Viel Spass beim Nachbau ..

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