120/180 Watt Großleistungsmischverstärker HERKULES 150 TR (1978)


Ein Verstärker der großen Leistungsklasse mit fünf Eingängen und universellen ausgangsseitigen Anpassungsmöglichkeiten, insbesondere für die Speisung von 100 V-Systemen.

Schaltung:
Großleistungsverstärker in Röhrentechnik mit leistungsstarker Endstufe mit Ultralineargegentaktübertrager mit galvanisch getrenntem Ausgang für 100 V-Lautsprecheranpassungen mit hohem elektrischem Wirkungsgrad beim 100 V-Ausgang.

Sinusleistung:
120 Watt bei 4-8-16 Ohm und 100 V-Ausgang

Musikleistung: 180 Watt

Klirrgrad:
2 % bei 1000 Hz und 100 Watt (4 Ohm)

Lautsprecher-Ausgänge:
4 Ohm - 8 Ohm - 16 Ohm -100 0hm, sämtliche Ausgänge sind erdfrei.
20 Volt - 40 Volt - 100 Volt bei 120 Watt.

Frequenzbereich:
50 Hz ... 25 KHz + 1,5 dB

Eingänge: fünf, davon 4 Tonquellen jeweils miteinander mischbar.

Eingang I:
250 mV 47 KOhm (Tonträger, umschaltbar auf TB-Buchse)

Eingang II:
Wahlweise 250 mV 47 KOhm (Tonträger) / 2 mV 200 Ohm (Mikrofon l)

Eingang III:
Wahlweise 250 mV 47 KOhm (Tonträger) / 2 mV 200 Ohm (Mikrofon II)

Eingang IV:
Wahlweise 250 mV 47 KOhm (Tonträger) / 2 mV 200 Ohm (Mikrofon III)

Eingang TB:
250 mV 47 KOhm (Tonband)

Klangregler:
Höhenregler: + 15 ... - 18 dB
Baßregler: +17...-18 dB

Störabstand:
ca. 68 dB bei Tonträger/Tonband
ca. 59 dB bei Mikrofon

Röhren:
1 x ECC 83, 1 x ECC 81, 4 x EL 34, 4 Siliziumgleichrichter

Netz:
220 Volt Wechselstrom

Leistungsaufnahme:
ohne Aussteuerung ca. 600 mA
bei Vollaussteuerung ca. 2 A

Maße:
19 " Gestelleinschubausführung:
Höhe 177 mm, Tiefe 244,5 mm, Länge 483 mm mit Gehäuse:
Höhe 219 mm, Tiefe 250 mm, Länge 555 mm

Gewicht:
Einschubausführung: ca. 20 kg
mit Gehäuse: ca. 21 kg

Der Großleistungsmischverstärker Herkules 150 TR ist die Nachfolgetype des vielfach bewährten und betriebssicheren Verstärkers Herkules 101 S. Das ausgereifte und über Jahre hinweg bewährte Schaltungskonzept wurde hier wiederum übernommen und die mechanische Ausführung dem heutigen Stand der Gestelltechnik angepaßt.
Auf Grund seiner heutigen genormten Einschubabmessungen läßt sich der Verstärker nicht nur elektrisch, sondern auch mechanisch mit weiteren Systemen wie z.B. mit Geräten aus unserem "ela-system 1004" zu einer größeren Anlage kombinieren.
Die so "genormte Mechanik" des Verstärkers gestattet somit eine leichte Austauschbarkeit der Verstärkereinschübe und hauptsächlich in eine räumlich kompakte Anordnung der verschiedenen Einzelgeräte in Einschubausführung.

Weitere technische Merkmale:
Partielle gedruckte Schaltung für Eingangs- und Klangregelstufe in Bausteinausführung
Vier Eingänge miteinander mischbar
Lautstärke-Summenregler
Tonband - Aufnahmeausgang sowie separater Steuerausgang
Anschluß für Kontroll-Lautsprecher bzw. Kopfhörer mit Segler für Kontroll-Lautsprecher
Verzerrungsarme Gegentaktendstufe mit 4 Kraftverstärkerendröhren der Type EL 34 und Ultralineargegentaktausgangsübertrager
Endröhrenschonende Schaltungstechnik
Überwachungsinstrument
Hohe Betriebssicherheit und Übertragungsgüte dank sorgfältig ausgewählter Bauelemente und Schaltungstechnik
Hohe mechanische Stabilität und robuster Aufbau

Wie Sie bereits den technischen Daten und Merkmalen dieses äußerst vielseitig einsetzbaren und leistungsstarken Mischverstärkers entnehmen können, besitzt dieser Großverstärker einen hohen Bedienungskomfort bei hochwertiger Ausstattung und moderner Schaltungstechnik.
Seine leichte Bedienung, wie auch die vielen Anpassungsmöglichkeiten des Verstärkers sowohl eingangs- wie auch ausgangsseitig, gewährleisten einen raschen Aufbau von leistungsstarken Ela-Anlagen zur Bewältigung unterschiedlichster Übertragungsaufgaben.
Wir sind überzeugt, mit unserem Mischverstärker Herkules 150 TR einen modernen und betriebssicheren Großleistungsverstärker geschaffen zu haben, der sämtliche technischen Eigenschaften besitzt, die ein Praktiker von einem Verstärker dieser Leistungsklasse erwartet: Darüber hinaus werden sich die Sondereinrichtungen des Verstärkers in der "rauhen Praxis" sicherlich als vorteilhaft erweisen, denn das Gerät wurde von Praktikern für die Praxis geschaffen.

Schaltungseinzelheiten:
Die elektrische Schaltung des Verstärkers wurde nach modernsten Gesichtspunkten der Transistor- und Röhren-Schaltungstechnik aufgebaut und kann folgendermaßen aufgeteilt werden:
  1. Misch- und Klangregel-Baustein in gedruckter Schaltungstechnik, bestehend aus:
  2. 1. Mischstufe
    2. Klangregelstufe mit Summenregler.
  3. Verstärkerstufe mit Phasenumkehrstufe.
  4. Ultralinear-Gegentaktendstufe mit 4 Kraftverstärkerröhren EL 34.
  5. Netzteil mit 4 Silizium-Gleichrichter und 1 Gleichrichter für die Gittervorspannung.
  6. Netzteil NT1 (Stromversorgung Organist TR-KL)

Funktions- und Schaltungsbeschreibung:
Durch Schieberegler können vier Eingangssignale stufenlos gemischt werden. In der Normalausführung haben die Eingänge Tonträgerempfindlichkeit.
Durch Einsetzen von je einer Steckkarte des Typs 1004-VV in den dafür vorgesehenen Sockel läBt sich jeder Eingang (außer TB) auf Mikrofonempfindlichkeit umrüsten.
Eine aktive Höhen- und Baßregelung sorgt für eine ausgezeichnete Klangfülle. Über die Schleifer der Potentiometer R22 (Baß) und R2J (Höhen) werden Spannungen abgegriffen, die je nach Stellung eine Phasen-Lage zwischen 0 und 180° haben können. Diese Spannungen werden über je ein frequenzbestimmendes Netzwerk den Transistoren T2 und T3 zugeführt.
An der Basis von T4 wird nun das Eingangssignal mit den beiden Gegenkopplungssignalen summiert. Je nach Phasenlage wird nun eine Anhebung oder Absenkung des gewünschten Frequenzbereiches erzielt. Die Tonfrequenz gelangt nun über C19, den Summenregler R 36 und C 101 auf das Gitter des ersten Triodensystems von Rö 6. Dieses System arbeitet als normale Verstärkerröhre und liefert eine verstärkte Tonfrequenzspannung an das zweite Triodensystem von Rö 6.
Ein Teil der so verstärkten Tonfrequenz wird bei dieser Röhre über C 115 anodenseitig abgenommen und der Steuerausgangsbuche zugeführt. Dieser Steuerausgang erweist sich insbesondere bei einer späteren Erweiterung der Anlage durch Anschluß von weiteren Endstufen wie z. B. 100 W-Endstufe Herkules 100, 100 W Endstufe ela-system 1004 und sonstigen Verstärkerzwecken als sehr praktisch.
Das zweite Röhrensystem der Röhre ECC 83 arbeitet in Kathodyne-Schaltung als Phasenumkehrstufe und liefert sowohl für den Verstärkerzweig 1. Röhrensystem von Rö 5, Rö 1 und Rö 2, wie auch für den Verstärkerzweig 2. Röhrensystem von Rö 5, Rö 3 und Rö 4 erforderliche amplitudengleiche Steuerspannung mit einem Phasenunterschied von 180 . Die beiden Triodensysteme von Rö 5 arbeiten als reine Spannungsverstärkerstufen, damit auch die Endstufe mit der zur Erzielung von 120-W-Ausgangsleistung erforderlichen Gitterwechselspannung von ca. 22 V ausgesteuert wird.
Die beiden in Gegentaktschaltung arbeitenden Endröhrenpaare werden somit über C 104 und C 105 mit je einer um 180° phasenverschobenen Spannung gleicher Amplitude angesteuert.
Während beispielsweise die Endröhren Rö 1 und Rö 2 eine Steuerspannung von + 20 V erhalten, bekommen die Endröhren Rö 3 und Rö 4 eine Steuerspannung von - 20 V.
Die Primärwicklung des Gegentakt-Ausgangsübertragers (Tr 2 BV 5841 ) ist daher (primärseitig) in zwei symmetrische Hälften aufgeteilt, wobei die Zuführung der Anodengleichspannung vom Netzteil her über die Mittelanzapfung erfolgt. Durch die gleichzeitige, amplitudengleiche und phasenverschobene Aussteuerung der beiden Endröhrenpaare erhält man daher bei dieser Gegentaktanordnung eine verhältnismäßig große und verzerrungsarme Ausgangsleistung.
Nachdem zur Aussteuerung dieser parallel geschalteten und in Gegentakt arbeitenden vier Endröhren nur eine verhältnismäßig geringe Gitterwechselspannung benötigt wird - zumal sich ja bei dieser speziellen Gegentakt-Anordnung die Steilheiten der parallel geschalteten Endröhren addieren - und der Innen- und Außenwiderstand um die Hälfte kleiner wird, werden damit sehr gute Stabilitäts- und Klirrgradverhältnisse erzielt.
Gleichzeitig arbeitet diese Kraftverstärker-Endstufe noch mit einer Schirmgitter-Gegenkopplung. Die Schirmgitter der Endröhren werden nämlich bei dieser Ultralinear-Schaltung über zwei Anzapfungen der Primärseite des mehrfach "verschachtelt" gewickelten und sorgfältig ausgewählten Ausgangsübertragers gespeist.
Ein weiterer Gegenkopplungskanal führt von der gegenüber den anderen Wicklungen des Übertragers galvanisch getrennten und symmetrisch ausgelegten Gegenkopplungswicklung über die Gegenkopplungsglieder R 136, C 109, R 137, C 110 zurück zum aufgeteilten und nichtüberbrückten Kathodenwiderständen der beiden Triodensysteme von Rö 5. Diese Gegenkopplung dient ebenfalls zur Linearisierung und Stabilisierung der Kraftendstufe.
Um ein Selbstschwingen der steilen Endröhren Rö 1 – Rö 4 zu vermeiden, sind unmittelbar an den Steuer- und Schirmgitteranschlüssen der 4 Endröhren Schutzwiderstände angebracht. Die exakte Einstellung der vorgeschriebenen negativen Vorspannung der vier Endröhren kann auf verhältnismäßig einfache Weise mit Hilfe des Einstellreglers R 142 und Symmetriereglers R 117 vorgenommen werden.
Die Anzeigespannung für die Verstärker-Aussteuerungsmessung wird mit Hilfe der Diode 1 N 4148 gleichgerichtet. Die Größe der so gleichgerichteten Ausgangsspannung wird durch das Drehspul-Instrument angezeigt und ist so ein relativer Maßstab für den Grad der Aussteuerung. Die Netzspannungsanzeige erfolgt durch ein Kontroll-Lämpchen.
Neben den meistgebräuchlichen niederohmigen Sekundäranschlüssen besitzt der Ausgangsübertrager Tr 2 einen sogenannten 100 V-Ausgang (100 Ohm - 100 V bei 100 W), der eine leistungsmäßig unterschiedliche Anpassung von Lautsprecher-Ringleitungen, Tonzeilen, Lautsprecher-Kombinationen an den Mischverstärker gestattet.
Der Netztransformator Tr 1 liefert die für den Mischverstärker erforderliche hohe Anodenspannung. Ebenfalls besitzt der Netztrafo zwei 6,3 V-Heizwicklungen zur Speisung der Verstärkerröhren. Die Gleichrichtung der hohen Anodenspannung erfolgt über jeweils zwei in Serie geschaltete Silizium-Gleichrichter in Mittelpunktanordnung, wodurch ein geringer Innenwiderstand des Netzteiles erreicht wird. Eine reichlich bemessene Siebkette, bestehend aus den Siebgliedern C 113,C 114, R 125, C 106, R 107, C 102 sorgt für eine welligkeitsarme Anodenstromversorgung und Entkopplung der einzelnen Verstärkerstufen.
Besonders vorteilhaft wirkt sich dieser geringe Innenwiderstand bei impulsartiger Aussteuerung der Kraftendstufe aus, zumal dabei die Anodenspannung nicht wesentlich zusammenbricht. Damit wird auch eine vorzügliche Verzerrungsarmut der Kraftendstufe erreicht.
Zur Erzeugung der negativen Gittervorspannung für die Endröhren besitzt der Netztransformator Tr 1 eine zusätzliche Wicklung von 60 V. Die Gleichrichtung dieser Wechselspannung erfolgt mit Hilfe des in Doppelwegschaltung arbeitenden Gleichrichters B 80 C 800. Die Primärseite des Netztransformators ist, wie auch die Mittelanzapfung der Anodenwicklung des Transformators gegen Überlastung und Kurzschluß abgesichert. Gleichfalls befindet sich im Primärkreis der Netz - Aus-Ein-Schalter.
Aufbau


Nachdem die mechanischen und elektrischen Bauteile unseres Herkules 150 TR bereits montagefertig geliefert werden, bereiten der Aufbau und die Verdrahtung des Verstärkers keine besonderen Schwierigkeiten, sofern die allgemeinen Aufbau- und Verdrahtungsregeln eingehalten werden.
An dieser Stelle sei insbesondere auf folgende Ratschläge hingewiesen:
  1. Bitte, keine Selbstbaugeschwindigkeitsrekorde aufstellen. Der Zusammenbau des Gerätes soll ein Hobby sein und keine Akkordarbeit !
  2. Die Anordnung der Bauteile ist immer wieder in zeitlichen Abständen auf ihre Richtigkeit an Hand der Pläne zu überprüfen.
  3. Und nochmals: In Ruhe und ohne Hast, wohlüberlegt den Zusammenbau vornehmen!

Nachdem wir uns diese Grundregeln eingeprägt haben, können wir den Aufbau des Verstärkers nach folgender Reihenfolge vornehmen:
Bestückung der gedruckten Leiterplatine des Misch- und Klangregelbausteines.
Zur Bestückung der gedruckten Platinen benötigt man einen möglichst kleinen Lötkolben, der nicht über 30 W haben sollte. Auf keinen Fall Lötfett verwenden, da dieses in gewissem Maße den elektrischen Strom leitet und außerdem die Lötstellen nach einiger Zeit auflöst. Als Flußmittel genügt das Kolophonium, welches in der Seele des Lötdrahtes eingebettet ist. Weiterhin sollte beachtet werden, daß möglichst nur einmal an einer Stelle gelötet wird, damit sich nicht die Leiterbahnen durch wiederholtes Ausdehnen und Zusammenziehen infolge Temperaturwechsel von der Isolierplatte lösen. Günstig ist es, die Bauteile nur in der vorgezeichneten Lage durch die Bohrungen zu stecken, in gerader Lage zu halten und möglichst kurz anzulöten.
Vorsicht, keine eng beieinanderliegenden Leiterbahnen versehentlich miteinander verlöten! (Widerstands- und Belastungswerte genauestens einhalten. Siehe Farbcode).
Bestückung des Netzteiles NT 1 in gleicher Weise.

Nach nochmaliger Überprüfung der so bestückten Leiterplatte legen wir diese beiseite und wenden uns dem mechanischen Aufbau des Verstärkereinschubes zu.
Der mechanische Aufbau des Verstärkers wird zweckmäßigerweise in folgender Reihenfolge durchgeführt:
  1. Lagerichtiges Einsetzen und Festschrauben der TB-Eingangsnormbuchse, des Schalters S 2 sowie der Lautsprecherbuchse lt. Plan.
  2. Montage des Misch- und Klangregelbausteines auf der Rückseite der Frontplatte lt. Plan mit Hilfe der 8 Kreuzschlitzschrauben, Abstandsbolzen und Zylinderkopfschrauben. Bitte achten Sie dabei darauf, daß das Einfügen der Isolier-Beilagscheiben nicht vergessen wird. (Siehe Skizze)
Danach:
Montage des Netzteiles NT 1.
Befestigung des Misch- u. KL. Bausteins TR-KL


3. Montage der Frontplatte mit Bedienungselementen nach folgender Reihenfolge:
  1. Auflegen der Frontplatte und Befestigung derselben durch die beiden Griffe mit Muttern M 4.
  2. Mechanisch wie auch elektrisch richtiges Einsetzen und Festschrauben des Potentiometers R 145 für Kontroll-Lautsprecher lt. Plan.
  3. Lagerichtiges Einsetzen und Festschrauben des Netzschalters, der beiden Sicherungselemente und Kontrollämpchen. AussteuerungsInstrument einkleben, Instrumenten-Bel.-Lämpchen montieren.
  4. Danach werden sämtliche an der Vorderseite des Mischverstärkereinschubes befindlichen Bedienungselemente festangezogen.
  5. Abschließend wird der Zeiger-Drehkopf so angebracht, daß der Markierungsstrieb des Knopfes mit der Anfangsstellung des Reglers übereinstimmt.

4. Montage der Röhrensockel Rö 1 - 6
    a) Die Röhrensockel von Rö 1 - 4 sind in das Chassis lagerichtig einzusetzen. Die Befestigungsschrauben werden von der Chassisoberseiter her durchgesteckt und auf der Chassisunterseite festgeschraubt.
    b) In das Chassis sind die Röhrensockel von Rö 5 - 6 von der Chassisunterseite her lagerichtig einzusetzen.

5. Die Elektrolytkondensatoren C 113, C 114 und C 106 werden isoliert in das Chassis eingesetztund festgeschraubt. Das Festschrauben der Elkos erfolgt auf die Chassisunterseite mit Federring und Isoliermutter. Es darf daher zwischen dem Metallchassis und dem Massering des Kondensators keine leitende Verbindung bestehen. Daher ist ein Isolierring zwischen dem Massering des Elkos und dem Chassis einzufügen.

6.Einschrauben der 4 Silizium-Gleichrichter Gr 2, 3, 4 und 5 lt. Plan. Bitte,achten Sie darauf, daß diese 4 Silizium-Dioden (2 auf der Chassisunterseite, 2 auf der Chassisoberseite lt. Plan eingeordnet) gegenüber dem Chassis durch Einfügen der mitgelieferten Glimmer- Scheiben isoliert eingesetzt und festgeschraubt werden müssen. Jede der 4 Silizium-Dioden besitzt daher 2 Isolierscheiben (eine auf der Chassisober-, eine auf der Chassisunterseite angeordnet). Nach Montage der 4 Silizium-Dioden muß unbedingt überprüft werden, ob diese Silizium-Dioden gegenüber dem Chassis isoliert sind. Das geschieht zweckmäßigerweise mit Hilfe eines Ohm-Meters.

7. Lagerichtige Montage des Ausgangsübertragers Tr (BV 5841) lt. Plan. Der erforderliche Abstand zwischen dem Spulenkörper des Ausgangsübertragers und der Chassisoberseite wird durch Einfügen von 4 Alu-Abstandsrollen in die Befestigungsschrauben erzielt. Bitte, Abschirmwinkel gegenüber dem Torverstärkerbaustein mitbefestigen.

8. Einsetzen und Festschrauben der Einstellregler R 142 und R 117 lt. Plan. Die Einschraubregler werden auf der Chassisunterseite eingesetzt und auf der Chassisoberseite lagerichtig festgeschraubt.

9. Befestigung der keramischen 1- und 2-poligen Lötstützpunkte auf der Chassisunter- und - Oberseite lt. Aufbau bzw. Verdrahtungsplan. Auf die richtige Anordnung der Lötstützpunkte hinsichtlich der Lage und Polzahl ist besonders zu achten.

10.Einsetzen der Chassisgummidurchführungstüllen lt. Plan.

11.Einsetzen und Pestschrauben der 8 vollisolierten Polklemmen auf der Chassisrückseite lt. Plan. Bitte, richtige Farbmarkierungen berücksichtigen. Die Polklemmen müssen gegenüber dem Chassis voll isoliert eingesetzt werden, daher die Isolierringe auf der Chassisinnenseite nicht vergessen.

12.Danach sind auf der Chassisrückseite noch folgende Elemente lagerichtig einzusetzen und festzuschrauben:
  1. Kaltgeräteeinbaudose, Normbuchse für Steuerausgang sowie
  2. die Masselötfahne zum Anschluß des Schutzkontaktes, sofern dieser nicht bereits schon am Chassis eingepunktet ist. Bitte, Anschlüsse an der Netzdose nicht verwechseln.
    Lebensgefahr!


13.Montage des Netztransformators (Tr 1 BV Herkules) auf der Chassisoberseite lt. Plan. Der Netztransformator wird mit 4 M 5 Befestigungsschrauben auf der Chassisunterseite befestigt.

14.Nochmalige Überprüfung des mechanischen Aufbaus anhand der Pläne. Insbesondere ist hierbei auf Vollständigkeit und richtige Lage der verschiedenen Bauelemente zu achten.

Verdrahtung:
Bevor wir mit der Verdrahtung beginnen, bitten wir Sie, folgende Ratschläge bei der Durchführung der Verdrahtungsarbeit zu beachten:
  1. Keine Verdrahtungsrekorde aufstellen! Daher mit Ruhe und Überlegung die Verdrahtungsarbeiten
  2. durchführen.
  3. Richtig löten! Die wichtigsten Lötregeln enthält unser beiliegendes Merkblatt über richtiges
  4. Löten.
  5. Anschluß und Lage der verschiedenen Bauelemente und Leitungen genauestens lt.
  6. Verdrahtungsplan einhalten.
  7. Die Verdrahtungsfortschritte sind immer wieder anhand der Verdrahtungspläne in Verbindung
  8. mit dem Schaltplan auf ihre Richtigkeit zu überprüfen! Auf diese Weise können Schalt- und Verdrahtungsfehler sehr rasch gefunden werden und man erspart sich eine spätere, mit größeren Schwierigkeiten durchzuführende Fehlersuche.
  9. Die Anschlußdrähte der Widerstände und Kondensatoren sind bei diesem Aufbau soweit als
  10. möglich zu kürzen und die erforderliche Länge der Anschlußdrähte anhand des Verdrahtungsplanes festzustellen und genauestens einzuhalten. Bei Nichtbeachtung dieses Ratschlages entsteht sonst ein "Drahtverhau", der ein einwandfreies und stabiles Arbeiten des Gerätes in Frage stellt. Daher ist auch der genauen Lage und Anordnung der Bauelemente besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
  11. Beachten Sie bitte die Belastbarkeitsangaben der Widerstände und die Polaritätsangaben bei
  12. den Elektrolyt-Kondensatoren und Brückengleichrichter Gr 1 (Pluszeichen) sowie die Außenbelagskennzeichnungen der Kondensatoren (gerader Strich), die lt. Schalt- und Verdrahtungsplan einzuhalten sind.
  13. Die elektrischen Werte der Widerstände sind meistens durch Farbringe gekennzeichnet. Die
  14. Widerstandswerte dieser Widerstände können Sie mit Hilfe des auf der Innenseite des BaumappenumBchlages aufgedruckten internationalen Farbcodes leicht ermitteln.
  15. Oberer und unterer Pol (bzw. Lötfahnen) der zweipoligen Lötstützpunkte nicht verwechseln
  16. Die Kennzeichnung der verschiedenen isolierten Leitungen erfolgt im Verdrahtungsplan der
  17. Übersicht halber mit Hilfe von Zahlen oder Buchstaben. Natürlich können auch Schaltdrähte, die andere Farben besitzen und dieselbe Isolationsgüte und denselben Querschnitt haben, verwendet werden. Beachten Sie jedoch bitte die vorgeschriebenen Drahtanschlüsse und Leitungsführungen.
  18. Netzleitungen und Anodenleitungen müssen aus gut isolierendem Schaltdraht hergestellt
  19. werden. Der isolierte Schaltdraht der zu verdrillenden Netzleitungen muß eine Mindeststärke von 0,8 mm besitzen. Die Netzleitungsführung sowie die Leitungsanschlüsse müssen genauestens nach Plan eingehalten werden. Der Schutzkontakt der Kaltgeräteeinbaudose muß dabei an der hierfür vorgesehenen 1-poligen Chassislötfahne einwandfrei angelötet werden. Es darf keinesfalls eine Ader des Netzanschlusses anders als im Plan angegeben, angeschlossen werden. Im Verwechslungsfall kann sonst das Chassis Spannung führen. Lebensgefahr!

    1. Am Zweckmäßigsten beginnt man mit der Anfertigung und Verlegung der verdrillten
    2. Heizleitungen, deren Leitungsführung und Anschlüsse genauestens lt. Plan einzuhalten sind. Zur Vermeidung von Brummeinstreuungen sind die Heizleitungen unterhalb des Chassis ganz dicht am Chassis zu verlegen.
    3. Es folgt nun die Anfertigung, Verlegung und Verdrahtung der im Aufbauplan schwarz
    4. eingezeichneten weiteren Leitungen. Dabei möchten wir Ihnen empfehlen, die Leitungen zu einem Kabelbaum zusammenzubinden.
    5. Kontrolle der Gesamtverdrahtung anhand des Verdrahtungsplanes.
11. Nachdem alle Drahtverbindungen verlegt und nochmals kontrolliert wurden, werden die Kleinteile (Kondensatoren, Widerstände, Brückengleichrichter, Diode) eingelötet. Beim Einfügen der Kleinteile ist den Punkten 5-9 der Verdrahtungsratschläge besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Bitte keine Widerstände verwechseln und auf die richtige Polarität des Brückengleichrichters Gr 1 und der Diode für das Überwachungsinstrument achten.

12. Den Abschluß bildet eine nochmalige Kontrolle der Verdrahtung mit Hilfe sämtlicher Pläne. Etwaige vergessene Leitungen, Bauteile oder sonstige Verdrahtungsfehler kommen dabei zum Vorschein.

Inbetriebnahme

Nach Durchführung einer nochmaligen Aufbau- und Verdrahtungs-Gesamtkontrolle unter Heranziehen sämtlicher Pläne können wir mit der stufenweisen Inbetriebnahme unseres Mischverstärkers wie folgt vorgehen:
  1. Zunächst setzen wir nur die beiden Sicherungen Si I (2 A träge) und Si II (0,6 A träge) ein.
  2. Nach nochmaliger Überprüfung des Netzkabelanschlusses verbinden wir den Schukostecker mit
  3. der nächsten Schukosteckdose und schalten das Gerät ein.
    Beachte: An den Anschlüssen des Netztrafos, der Silizium-Gleichrichter (Anschlüsse und Gehäuse der Silizium-Gleichrichter) sowie an verschiedenen Lötstützpunkten der Geräte liegen sehr hohe Spannungen, daher sollte das Gerät nicht ohne Bodenplatte und Haube betrieben werden.
  4. Nun muß das Netz-Kontroll-Lämpchen aufleuchten. An den Heizfadenanschlüssen aller
  5. Verstärker-Röhren müßte eine Leerlauf-Heizspannung von etwas mehr als 6,3 V vorhanden sein. Gleichfalls müßte an den beiden Lötstützpunkten der Silizium-Gleichrichter auf der Chassis- Oberseite eine Anodenspannung von etwa 530 V sein. Bitte, hantieren Sie vorsichtig, da an den Silizium-Gleichrichtern wie auch an den Lötstützpunkten sehr hohe Spannungen gegenüber dem Chassis vorhanden sind.
  6. Ist diese grobe Vorprüfung erfolgreich verlaufen, so ist der Regler R 117 mit Hilfe eines
  7. Schraubenziehers in Mittelstellung zu bringen.
  8. Der Gittervorspannungsregler R 142 ist mit Hilfe eines Schraubenziehers auf volle negative
  9. Vorspannung einzustellen. Das geschieht durch Drehen des Schleifers des Potentiometers bis zur Endstellung unmittelbar am äußersten Potentiometeranschluß, der elektrisch mit dem negativen Pol des Gleichrichters Gr 1 verbunden ist. Diese Maßnahme ist notwendig, damit nicht die 4 Endröhren infolge zu geringer negativer Vorspannung zerstört werden.
  10. Dann sind sämtliche Röhren vorsichtig in ihre Fassungen einzusetzen und ein
  11. permanentdynamischer Lautsprecher, oder noch besser ein ca. 100 W belastbarer Ohmscher Widerstand mit einem Widerstandswert von ca. 4 Ohm an den 4-Ohm-Lautsprecherausgang des Ausgangsübertragers anzuschließen. Die Misch- und der Summenregler müssen auf 0 stehen.
  12. Zur akustischen Kontrolle ist der Lautstärkeregler des Kontroll-Lautsprechers auf
  13. Frontseite des Gerätes nahezu ganz aufzudrehen.
    Bitte, beachten Sie jedoch, daß der eingebaute Lautsprecher bei dieser Überprüfung den zusätzlichen Anschluß eines permanentdynamischen Lautsprechers oder noch besser eines entsprechenden Widerstandes an den Lautsprecherausgang des Mischverstärkers nicht erübrigt. Nach einigen Hinuten muß nun ein schwaches Brummen im Kontroll-Lautsprecher zu hören sein. Sollte jedoch wider Erwarten ein Heulton auftreten, so sind die Anoden-, Schirmgitter- und Gegenkopplungsanschlüsse des Ausgangsübertragers auf ihre richtige Polung gemäß Schalt- und Verdrahtungsplan zu überprüfen.
  14. Es erfolgt nun der Abgleich der Endröhren auf gleiche Anodenruheströme. Das geschieht nun
  15. auf verhältnismäßig einfache Weise:
    Meßinstrument (Bereich 1 Volt =) an R 126 anschließen. Summenregler auf 0. Der Schleifer des Einstellreglers R 142 wird mit Hilfe eines Schraubenziehers langsam in Richtung positives Ende des Einstellreglers gedreht bis das Meßinstrument 0,23 V anzeigt. Gleicher Wert muß nun auch an R 127 / R 129 und R 130 stehen. Nun Instrument an die Katoden von Rö 1 und Rö 3 (je Pol 8) anschließen und mit Regler R 117 auf 0 Volt abgleichen. Beachten Sie bitte dabei, daß der Zeiger weder nach links noch nach rechts einen Ausschlag aufweisen darf, sondern er muß direkt den Wert 0 anzeigen. Für diejenigen, welche den Anodenruhestrom mit Hilfe eines Meßinstrumentes einstellen bzw. überprüfen wollen, sei erwähnt, daß dieser pro Gegentaktzweig ca. 50 mA beträgt. Bitte, vorsichtig und wohlüberlegt hantieren!
  16. Danach überprüfen wir den Mischverstärker auf die Einhaltung der richtigen Spannungswerte an
  17. den verschiedenen Meßpunkten. Die Spannungswerte sind im Schaltplan eingezeichnet. Auch diese Spannungs-Uberprüfung ist bei der Einschubausführung ohne Gehäuse vorsichtig und wohlüberlegt durchzuführen, zumal an einigen Lötstutzpunkten und Anschlüssen sehr hohe Spannungen liegen. Die Spannungswerte wurden mit einem Röhrenvoltmeter gemessen. Eine Toleranz der angegebenen Soll-Meßwerte von +_ 10 % ist zulässig.
  18. Nach Festschrauben des Einschubverstärkers in ein 19"-Gehäuse verbinden wir den
  19. Schukostecker mit der nächsten Schukosteckerdose und schließen an einen der Normbuchseneingänge (z. B. TB) eine Tonquelle (z. B. Plattenspieler, Tonbandgerät) polrichtig und dem Normsteckeranschluß entsprechend an. Anschließend schalten wir den Mischverstärker ein.
  20. Nach einigen Minuten schieben wir den zum Normeingang gehörenden Mischregler sowie den
  21. Summenregler etwas auf und nun müßte bei richtigem Eingangsanschluß (Steckeranschlüsse beachten) die erste Tonwiedergabe in den an dem Mischverstärker angeschlossenen Lautsprechern einschließlich des angeschlossenen Kontroll-Lautsprechers zu hören sein. Bei richtiger Anpassung von Tonsäulen und sonstigen Lautsprecher-Ringleitungen an den Lautsprecherausgang des Mischverstärkers können wir nun den Misch- bzw. Lautstärkesummenregler weiter aufschieben. Nun muß das Überwachungsinstrument entsprechend dem Rhytmus der Tonfrequenz und in Abhängigkeit von der Einstellung des Pegelreglers den Aussteuerungsgrad anzeigen. Bitte, beachten Sie dabei, daß die maximale Aussteuerung des Verstärkers dann gegeben ist, wenn der Zeiger des Überwachungsinstrumentes 0 dB erreicht. Der Mischverstärker sollte nicht weiter ausgesteuert werden, zumal sonst erhebliche Übertragungsverzerrungen eintreten. Der richtige Aussteuerungsgrad des Mischverstärkers läßt sich mit Hilfe des Summenreglers einstellen.
  22. Danach sind noch zu überprüfen:
  1. Mischung und Überblendung von 4 bzw. 5 angeschlossenen Tonquellen.
  2. Die Wirksamkeit der Höhen- und Baßregelung.

Wir hoffen, daß Ihnen unser Mischverstärker "Herkules 150 TR" viel Freude bereitet und bitten Sie, doch von sämtlichen technischen Möglichkeiten, die Ihnen unser Verstärker "Herkules 150 TR" bietet, regen Gebrauch zu machen.

Ihre RADIO-RIM GmbH

München, 8/1978

WICHTIGE HINWEISE


Abschließend möchten wir Sie noch auf folgende wichtige Hinweise unbedingt aufmerksam machen:
  1. Bitte, beachten Sie besonders, daß der Ausgangstransformator der Leistungsendstufe durch
  2. Lautsprecher entsprechender Belastbarkeit bei richtiger Anpassung oder Belastungswiderstände entsprechender Größe zu belasten ist. Wenn Sie den Mischverstärker ohne vorhergehenden Anschluß der Lautsprecher oder entsprechender Belastungswiderstände an dem Lautsprecherausgang anschliessen, kann es zur Zerstörung des Ausgangsübertragers durch Spannungsüberschläge führen und diese teuren Ausgangsübertrager sowie Endröhren, Siliziumgleichrichter etc. zerstören. Die angeschlossenen Lautsprecher sollten mindestens bis zu 150 W belastbar sein!
  3. Beachten Sie bitte beim Selbstbau die VDE-Bestimmungen, die der Verband Deutscher
  4. Elektrotechniker zur Gefahrenvermeidung beim Betrieb elektrotechnischer Geräte aufgestellt hat. Pur den Selbstbau von Geräten gelten die VDE-Bestimmungen nur bedingt. Wird aber ein Selbstbaugerät verschenkt oder durch Familienmitglieder bedient, sichert nur die Einhaltung der VDE-Vorschriften vor Schadenersatzforderungen.
  5. Irgendwelche Schäden, die durch RIM-Erzeugnisse entstehen, berechtigen nicht zu einem
  6. Schadenersatzanspruch irgendwelcher Art.
  7. Technische Änderungen ohne Vorankündigung vorbehalten.

Sollten Sie mehr über die richtige Anpassung der Lautsprecher an Verstärker wissen wollen, so empfehlen wir Ihnen u. a. folgende Literatur:

Aus der Radiopraktiker-Bücherei:

Kleines ABC der Elektroakustik
von Gustav Büscher
4.Auflage. 148 Seiten, 136 Bilder, 50 Tabellen.

Dieses Buch wendet sich auch in seiner neuen, völlig modernisierten Auflage an alle, die sich mit elektroakustischen Prägen zu beschäftigen haben und die sich über die Themen dieses Fachgebietes schnell und ohne große Mühe unterrichten wollen, insbesondere an die jungen Funktechniker. Die alphabetische Ordnung wurde gewählt, damit der Leser das interessierende Thema schnell zu kurzer Orientierung herausgreifen kann. Ob Mikrofone, Lautsprecher, Verstärker, Tonband, Schallplatte - diese und viele andere Gebiete und ihre Unterthemen werden leicht verständlich behandelt.

- In Ganzfolienumschlag DM 9,80

Wir hoffen, daß Ihnen der Selbstbau dieses leistungsfähigen Mischverstärkers viel Freude bereitet und Ihnen eine wertvolle Hilfe bei der Beschallung von großen Flächen und Räumen darstellt.

Hier ein Auszug eines Briefes von Radio-RIM, der dieser Baumappe beilag :

Wir senden Ihnen beiliegend die Baumappe von dem Verstärker Herkules.
Es handelt sich hier zwar schon um das neue Modell Herkules 150 TR, d.h., die Eingangsstufen wurden hier transistorisiert. Die Endstufe ist jedoch in seiner Schaltung voll erhalten geblieben.
Wir können Ihnen mitteilen, daß der Verstärker selbst sehr hohe Impulsbelastungen hat und auch der Übertrager verkraftet das ohne Probleme.
Man kann bis zu 180 W Musikspitzen übertragen. Die Sinus-Leistung liegt sogar bei 120 W.
Der in der Baumappe angegebene Klirrgrad stimmt nicht mehr. Er liegt wesentlich günstiger. Hier handelt es sich um ursprüngliche Messungen, die bei der Nachkontrolle nicht in Ordnung waren. Da die Baumappe schon in Druck war, konnte dies nicht mehr geändert werden.
Überprüfen Sie doch bitte noch einmal gem. beiliegender Baumappe Ihre Schaltung. Achten Sie vor allen Dingen darauf, daß die Gitter-Vorspannungen etc. 100 %-ig in Ordnung sind.
Dieser Verstärker wird seit über 10 Jahren in der gleichen Schaltungskonzeption von uns gebaut und er läuft nach wie vor erstklassig, es gibt überhaupt keine Probleme.
Gerade bei Musikern wird der Verstärker sehr viel eingesetzt und er hat sich auch für Instrumentenübertragungen bestens bewährt.

Ihre RADIO-RIM GmbH

Die einzelnen Skizzen und Schaltzeichnungen sind so groß, daß der Versuch sie hier komprimiert darzustellen in jedem Falle scheitern würde. Ich habe mich deshalb entschlossen hier nur ein verkleinertes Abbbild der jeweiligen Skizze zu zeigen, durch einen Mausklick auf das verkleinerte Bild wird ein Link auf das Bild in sauberer, unkomprimierter Größe gestartet.

Hier zunächst als erstes das (verkleinerte) Gesamt-Schaltbild :



Das Schaltbild des Verstärkers ist hier (auch als normalgroßes Bild) als Gesamtbild, komplett, dargestellt - es ist aber erheblich größer als DIN A4, sodaß es sich nicht besonders gut zum Ausdruck auf einem normalen Drucker eignet.
Ich biete deshalb hier das Schaltbild noch einmal, in aufgesplitterter Form als 254,593 kByte großes Zip-File, zum Download an.
Ich habe die linke Schaltbild-Hälfte, die die Treiberstufe und Klangregelung beinhalten, sowie die rechte Schaltbild-Hälfte, die die Röhren-Endstufe beinhaltet, aufgetrennt, gesplittet - mit genügend großem Überhang, damit man die beiden Seitenhälften nach dem Ausdruck problemlos wieder verbinden kann.
Herkules-Schaltbild-gesplittet.zip

Das nachfolgende Bild zeigt den (verkleinerten) Platinen-Bestückungsplan der transistorisierten Vorstufe mit Klangregelung; eigentlich uninteressant ihn hier vorzustellen, jedoch der Vollständigkeit halber zeige ich es hier.


Als nächstes dann der Original-RIM-Anschlußplan zum Ausgangsübertrager :


Mein Freund Uwe, der mir diese RIM-Baumappe auslieh, hatte seinen RIM-Ausgangsübertrager für diesen Herkules-Verstärker auseinandergebaut, ihn abgewickelt und dann neu bewickelt, um die Daten zu erhalten. Uwe stellte mir seine so gewonnenen Trafo-Wickeldaten freundlicherweise zur Verfügung:


Uwe versprach mir auch, mir eine genauere Erklärung zuzusenden die beschreibt wie die einzelnen Bezeichnungen in diesem Wickelplan aufzuschlüsseln sind.

Das nachfolgende Bild zeigt den Anschlussplan des Netztrafos :

Als nächstes der (verkleinerte) Platinenbestückungsplan :


Die nachfolgenden Bilder stellen dann die (verkleinerten) Chassis-Ansichten dar, jeweils mit Aufbau und Verdrahtung.

Zunächst die Frontplatte :


Das folgende Bild zeigt das (verkleinerte) Chassis von der Oberseite :


- und nun (auch verkleinert) von der Unterseite :



Von einem Besucher meiner Seiten erhielt ich die frührere Röhrenmischstufe des RIM-Herkules:


Mit einer besseren Bildqualität kann ich leider nicht dienen...!



Viel Spaß, viel Erfolg, beim Nachbauen !