Drehspul-Detektor

In einer Polnischen Veröffentlichung fand ich diese Skizze eines Drehspul-Detektor-Empfängers.

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Die Spule wurde wie man unschwer erkennen kann auf einem Gebilde, bestehend aus einem Rohr und einem Ring, aufgebracht.
Man kann diese Spule aus Pertinaxrohr, Hart-PVC-Rohr oder auch aus einem dicken, mit beispielsweise Zaponlack oder Kunststofflack isoliertem Papprohr herstellen. Eine Ringscheibe, dessen Innendurchmesser genau dem Außendurchmesser des Rohres entspricht, wird mittig auf das Rohr geschoben und verklebt. Diese Ringscheibe kann ebenfalls aus den eben genannten Werkstoffen bestehen.
Das Rohr sollte dabei etwa 40 mm Durchmesser haben und etwa 30 mm lang sein, nach Möglichkeit etwa 4 - 5 mm dick. Die Ringscheibe sollte einen Außendurchmesser von 100 bis 120 mm haben, auch etwa 4 - 5 mm dick.
Mit 0,5 - 0,6 mm dickem Kupferlackdraht, z. b. von einem alten Transformator abgewickelt, wird die Spule wie in der Skizze erkennbar aufgebracht. Man wickelt immer Paketweise, also etwa 8 - 10 Windungen eng nebeneinander, dann läßt man am Außenrand etwa 10 mm Abstand zum nächsten Paket - wobei aber im Innenkreis, auf dem Rohr, keine Lücke entstehen darf, hier muß jeder Draht eng am nachfolgenden anliegen, das ist sehr wichtig !
Dieser Innenkreis, die Außenkante des Rohres, wird nachdem alles fertig gewickelt wurde mit feinem Schleifpapier vom Lack befreit, bis blankes Kupfer zu sehen ist.
Aus federhartem Messingblech fertigt man dann die Schleiffeder an, bringt sie so wie im Bild erkennbar an. Sämtliche Befestigungsmaterialien wie Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und auch die abstandshaltenden Gewindestangen mit der die Ringscheibe mit der Frontplatte befestigt ist, müssen aus Messing bestehen !
Auf der Skizze ist rechts die Bestückungsseite der Frontplatte gezeichnet. Im Bild oben rechts ist der Antennenanschluß, oben links der Erdanschluß. Etwas tiefer, mittig, der Detektoranschluß.
An den beiden Anschlüßen ganz unten (4 Telefonbuchsen, jeweils mit einem 1000-pF-Kondensator versehen) lassen sich zwei Kopfhörer anschließen.

Tip zur evtll. Anfertigung einer Skala, welche von außen auf die Frontplatte aufgebracht wird:
Eine defekte CD läßt sich wunderbar mit einer im Computer gezeichneten und bedruckten Skala bekleben, womit man eine tolle Rundskala hätte ..

Hier Fotos eines solchermaßen aufgebauten Drehspul-Detektorempfängers, ein Freund der ein solches Gerät in seinem Besitz hat sandte mir die beiden Fotos der Vorder- und der Rückseite zu.
Es ist ein Detektor-Selbstbau, original und aus der Zeit. Der eigentliche Detektor (Stocherer) stammt von der Fa. FRIHO (FRIedrich HOfmann), München, das waren in den Zwanzigern mit die Besten. (FRIHO hat nichts mit dem bekannten Namen "frihu" zu tun, da kann sein Anwalt auf dem Kopf stehen und mit den Füßen wackeln....)


Deutlich kann man im zweiten Bild von der Rückseite den wunderschönen schwarz emaillierten Kupferdraht erkennen, dazwischen die drei Messing-Befestigungsschrauben. Man erkennt auch daß der komplette Körper aus dickem, zweischichtigem Pappmaterial hergestellt wurde.



Die oben angegebenen Spulendaten mit ihren Maßen und der Drahtstärke sowie der Bau-Skizze entstammen einer polnischen Veröffentlichung. Das hier in den Fotos dargestellte Fertiggerät wurde in Tschechien angefertigt, dieses ist mit einem 0,7 mm dicken Kupferdraht bewickelt. Der innere Kern hat einen Durchmesser von 55 mm sowie eine Höhe von 45 mm. Der Außenring weist einen Durchmesser von 150 mm auf.

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